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Viele Lehrkräfte haben den Wunsch, sich intensiver in Formen der digitalen Unterrichtsgestaltung fortzubilden. Der derzeit besonders herausfordernde Arbeitsalltag lässt dies aber selten zu. Ein Ausgleich ist die konsequente Ausgestaltung eines pädagogischen Tages. Zwei kurze Erfahrungsberichte aus dem von der Pacemaker Initiative verantworteten Projekt „Going live: Digitale Werkstattschulen für Integration und Förderung“ sollen anregen, wie diese kollegiale Auszeit aus der alltäglichen Routine einen sinnvollen pädagogischen Schneeballeffekt erzeugen kann.
Die Lehrkräfte helfen sich gegenseitig (©Judith Böttger)
Als das Team der Pacemaker Initiative morgens am Leibniz Gymnasium ankommt, ist es erstaunlich ruhig. Bevor sich der lange Hauptgang der kreisförmig aufgebauten Schule um 9 Uhr mit Leben füllt, bleibt noch ein wenig Zeit, um sich in fünf Workshopräumen einzurichten. Ziel des Tages ist es, dem gesamten Kollegium die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Apps Pages, Keynote, Numbers und GoodNotes sowie digitale Präsentationstechniken im Unterricht näherzubringen.
Alle fünf Themen werden in insgesamt fünf Workshopsessions an diesem Tag angeboten, damit die Lehrkräfte von Runde zu Runde den Raum wechseln und die breite Angebotspalette wahrnehmen können. In den Pausen herrscht auf den Fluren gut gelauntes Chaos.
Auf die Frage, wie es in der gerade besuchten Session war, antwortet eine Lehrkraft: „Es gibt so eine riesige Auswahl an Dingen, die ich mit Keynote machen könnte, dass ich schnell überfordert bin. Jetzt ganz konkrete Beispiele zu sehen und zu erarbeiten, hat mir sehr geholfen.”
Angekommen im nächsten Workshopraum und ausgerüstet mit genügend Kaffee kann es auch schon weitergehen. In Gruppen von circa 15 Lehrkräften reichen die behandelten Inhalte – je nach Kenntnisstand der Teilnehmenden – von der Einführung in die Benutzeroberfläche einer App bis hin zu ihrem konkreten Einsatz im Unterricht, wobei der Aspekt der Sprachförderung immer wieder im Fokus steht.
Dass man in Pages oder Keynote Aufgabenstellungen auch als Audiodatei einsprechen und mit einer Bildergalerie Hilfekarten erstellen kann, ist für die einen schon längst verinnerlichtes Wissen und für die anderen eine Offenbarung.